Speicherplatz auf dem Mac freigeben
Auf den meisten Macs verteilt sich der belegte Platz auf Caches, Build-Dateien, alte Downloads und Kopien, die du vergessen hast. Finde deshalb zuerst heraus, was ihn belegt. macOS weist dich auf die großen Dateien hin. Mint scannt den Rest und sortiert jeden Fund danach, was du damit tun kannst. Identische Kopien können sich ihren Speicher teilen, ohne dass eine Datei verloren geht. Caches, die von selbst neu entstehen, lassen sich direkt bereinigen. Über deine eigenen Dateien entscheidest du selbst.
Das Wichtigste in Kürze
- Kurz gesagt. Auf den meisten Macs verteilt sich der Platz auf Caches, Build-Dateien, alte Downloads und vergessene Kopien. Finde also zuerst heraus, was ihn belegt.
- Mit Mint. Mint sortiert seine Funde in vier Gruppen: Optimizable, Safe to clean, Yours und Keep. Exakte Kopien landen in Optimizable, und dort holt Mint den Platz zurück, ohne etwas zu löschen.
- Deine eigenen Dateien. Alte Downloads, Bildschirmaufnahmen und Unterhaltungen mit KI-Agenten landen in Yours. Dort hakt Mint nichts für dich an.
Was macOS dir schon zeigt
Öffne die Systemeinstellungen, wähle „Allgemein“ und dann „Speicher“. Dort siehst du, wie viel Platz jede Kategorie belegt, und ein paar Empfehlungen. Das reicht oft, wenn das Problem ein einzelnes riesiges Video ist oder eine App, die du nie öffnest.
Für deine eigenen Ordner ist der Finder nach wie vor das schnellste Werkzeug. Öffne „Downloads“ in der Listendarstellung, schalte in den Darstellungsoptionen „Alle Größen berechnen“ ein und sortiere nach Größe. Was du kennst und nicht mehr brauchst, legst du in den Papierkorb. Lass es dort ein paar Tage liegen, bis du sicher bist, dass nichts davon abhing.
Vorsicht bei Caches und Library-Ordnern
Apps bauen ihre Caches neu auf, aber deshalb ist nicht jeder Cache entbehrlich. Leerst du einen, wirst du womöglich in einer App abgemeldet oder verlierst ihre Offline-Downloads. Hat die App eine eigene Einstellung zum Leeren des Caches, nutze zuerst diese.
Die gleiche Vorsicht gilt für Ordner in ~/Library. Ein Name, der nach einer alten App aussieht, kann zu etwas gehören, das du noch benutzt.
Was Mint beim Scan macht
Klickst du in Mint auf der Seite „Disk“ auf „Scan“, sortiert Mint seine Funde in vier Gruppen: Optimizable, Safe to clean, Yours und Keep. Öffnest du eine davon, bekommst du eine Liste wie im Finder, mit Pfad, Art, Größe und letzter Nutzung jedes Eintrags. In Optimizable liegen identische Kopien, die sich ihren Speicher teilen können, und ruhende Dateien, die macOS platzsparender ablegen kann. Weil dort keine Datei gelöscht wird, ist jede Zeile von Anfang an angehakt.
In Safe to clean liegen Caches, Build-Artefakte und Reste, die von selbst neu entstehen. Beim Öffnen sind ihre Zeilen angehakt. Ausgenommen sind Zeilen, die nach deinem Mac-Passwort fragen, und Dinge wie KI-Modelle, die sich nur mit einem langen Download zurückholen lassen. „Recommended“ stellt diese Standardauswahl wieder her, „Select all“ hakt den Rest an. Deine eigenen Dateien, etwa alte Downloads und Bildschirmaufnahmen, kommen in Yours, und dort hakt Mint nichts für dich an.
Keep zeigt, was Mint in Ruhe lässt, jeweils mit Begründung. Lässt sich etwas gerade nicht entfernen, etwa ein Cache, dessen App noch läuft, wartet es in Keep und wandert von selbst in seine Gruppe zurück, sobald die App beendet ist.
Wo entfernte Dateien landen
Das hängt von der Gruppe ab. Optimize entfernt nichts. Jede Datei bleibt mit demselben Namen und Inhalt, wo sie ist, nur der Platz, den sie belegt, schrumpft. Safe to clean hat einen einzigen Button, „Clean“, der die angehakten Zeilen nach einer Bestätigung endgültig löscht. Im Papierkorb würden solche Daten erst Platz freigeben, wenn du ihn leerst.
Für deine eigenen Dateien in Yours steht „Move to Trash“ neben „Delete permanently“, und Mint hält den Durchgang im Protokoll fest, damit du ihn 90 Tage lang rückgängig machen kannst. Das hilft, wenn du die falsche Zeile erwischst, ersetzt aber kein Backup. Für alles, was sich nicht ersetzen lässt, brauchst du weiterhin eines.
Was die einzelnen Editionen sehen
Die Direct- und die Setapp-Edition scannen unterstützte Orte auf deinem ganzen Mac, soweit du ihnen Zugriff gibst. Die App-Store-Edition läuft in Apples Sandbox und sieht nur an unterstützten Orten in deinem Benutzerordner und in Ordnern nach, die du freigibst. App-Caches in ~/Library und Xcode-Build-Daten bleiben ihr deshalb verborgen.
Häufig gestellte Fragen
Löscht Mint Dateien endgültig?
In Safe to clean ja. Caches und Build-Artefakte entstehen von selbst neu, deshalb löscht „Clean“ sie nach einer Bestätigung direkt. Optimize löscht nichts. Bei deinen eigenen Dateien in Yours wählst du zwischen „Move to Trash“, das du später rückgängig machen kannst, und „Delete permanently“.
Kann ich jeden Cache bedenkenlos entfernen?
Nein. Ein Cache kann Offline-Inhalte enthalten oder dafür sorgen, dass du angemeldet bleibst, und nach dem Leeren dauert der nächste Start länger. Solange eine App läuft, wartet ihr Cache in Keep, und Mint prüft beim Klick noch einmal nach.
Kann die App-Store-Edition meine ganze Festplatte bereinigen?
Nein. Selbst mit Zugriff auf das Startvolume findet sie nur Einträge an unterstützten Orten in deinem Benutzerordner und in Ordnern, die du eigens freigibst.
Sieh nach, wo dein Speicherplatz geblieben ist, bevor du etwas löschst
Starte in Mint einen Scan, öffne eine Gruppe und entferne nur die Zeilen, die du verstehst.